Thiovit®

Fungizid, Akarizid

Biologisches Fungizid-Granulat zum Auflösen für vorbeugende Spritzbehandlungen gegen Pilzkrankheiten und Milben in vielen Kulturen.
  • Für Gemüse, Reben und Obst
  • Auch gegen Schrotschuss in Kirschlorbeer
  • 2-in-1-Wirkung gegen Pilze und Milben
  • Vorbeugender Schutz
Thiovit®
Thiovit®
Thiovit®

Wirkt bei folgenden Schäden

Anwendung

Spritzbehandlung. Pflanzen allseitig gut benetzen. Behandlungen im Abstand von 10–14 Tagen durchführen. Höhere Aufwandmenge bei starkem Befallsdruck. Beeren Brombeeren: 2 % (20 g/1 l Wasser für 10 m²) gegen Gallmilben (Brombeermilben) als Austriebsspritzung beim Knospenschwellen, zweite Behandlung in Fall von starkem Befall mit 1 % (10 g/1 l Wasser) wenn, Neuaustrieb ca. 10–15 cm lang ist. Für Brombeeren bezieht sich die angegebene Aufwandmenge auf Stadium „Erste Blüten bis etwa 50 % der Blüten offen“ sowie eine Referenzbrühmenge von 1 l/10 m². Erdbeeren: 0,2–0,4 % (20–40 g/10 l Wasser für 100 m²) gegen Echten Mehltau. Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf Stadium „Vollblüte bis Beginn Rotfärbung der Früchte“, 4 Pflanzen/m² sowie eine Referenzbrühmenge von 1 l/10 m². Keine Anwendung während der Blüte bis zum Ernteende. Himbeere: 1 % (10 g/1 l Wasser für 10 m²) gegen Gallmilben beim Austrieb Frühjahr. Oder nach der Ernte (= BBCH 91) im Herbst. Jeweils maximal 1 Behandlung pro Parzelle. Für Sommerhimbeeren bezieht sich die angegebene Aufwandmenge auf Stadium „Erste Blüten bis etwa 50 % der Blüten offen“ sowie eine Referenzbrühmenge von 1000 l/ha. Für Herbsthimbeeren beziehen sich die Aufwandmenge auf eine Heckenhöhe von 150–170 cm sowie eine Referenzbrühmenge von 1000 l/ha. Obst Kernobst: 0,75 % (75 g/10 l Wasser) beim Austrieb, 0,5–0,75 % (50–75 g/10 l Wasser) vor der Blüte und 0,3–0,5 % (30–50 g/10 l Wasser) nach der Blüte gegen Echten Mehltau, Teilwirkung gegen Schorf mit Nebenwirkung auf Rostmilben. 10 l Spritzbrühe sind jeweils für ein Baumvolumen von ca. 63 m³. Nachblüteehandlungen nur bei schwefelverträglichen Sorten. Schwefelempfindlich sind: Cox Orange, Braeburn, Spartan und Summerred. Zwetschge, Pflaume: 0,3–0,5 % (48–80 g/100 m²) ab Austrieb gegen Rost der Zwetschge. Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf ein Baumvolumen von 1 m³/m². Höhere Aufwandmengen bei starkem Befallsdruck. Wartefrist 3 Wochen. Maximal 5 Behandlungen pro Parzelle und Jahr. Kirsche, Pfirsich, Nektarine, Zwetschge, Pflaume: 0,75 % (75 g/10 l für ca. 63 m³ Baumvolumen) vor der Blüte und 0,3–0,5 % (30–50 g/10 l für ca. 63 m³ Baumvolumen) nach der Blüte gegen Schrotschuss mit Nebenwirkung auf Rostmilben. Aprikosen nicht behandeln. Pfirsich/Nektarinen: 0,3–0,5 % (30–50 g/10 l Wasser für ca. 63 m³ Baumvolumen) gegen Echter Mehltau und Pfirsichschorf, nach der Blüte. Wartefrist 3 Wochen. Weinbau Reben: 2 % (20 g/1 l Wasser für 12,5 m²) als Austriebsspritzung ab Laubblätter vollständig entfaltet bis Anschwellen der Blütenstandsknospen (= BBCH 15–51 = F) gegen Kräusel- und Pockenmilben, 0,1–0,4 % (10–40 g/10 l Wasser für ca. 2,8 m³ Laubwandvolumen) gegen Echten Mehltau als Vor- und Nachblütebehandlung bis Mitte August. Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf Stadium Nachblüte (= BBCH 71–81 = J–M) und eine Referenzbrühemenge von 1,6 l/10 m² (Berechnungsgrundlage) oder auf ein Laubwandvolumen von 4,5 m³/10 m². Wartefrist 3 Wochen. Gemüse Küchenkräuter: 20 g/10 l Wasser gegen Echter Mehltau. Max. 3 Behandlungen pro Kultur und Jahr. Wartefrist: 2 Wochen. Bewilligt als geringfügige Verwendung nach Art. 35 PSMV (minor use). Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), Tomaten: 0,1–0,2 % (10–20 g/10 l Wasser) gegen Echten Mehltau. Wartefrist: 3 Tage. Zierpflanzen Bäume und Sträucher (ausserhalb Forst), Blumenkulturen und Grünpflanzen, Rosen: 0,1–0,2 % (10–20 g/10 l Wasser) gegen Echten Mehltau der Zierpflanzen sowie Schrotschuss bei Kirschlorbeer.

Anwendungszeitraum

Februar – September

Wirkung

Thiovit ist ein biologisches Fungizid auf Schwefel-Basis. Der Schwefel wirkt einerseits vorbeugend gegen die Pilzkrankheiten und hemmt andererseits die Bildung von Pilzfruchtkörpern. Der Schwefel ist gleichzeitig auch ein unentbehrliches Nährelement und dient zum Aufbau von lebenswichtigen Eiweissstoffen, Enzymen, Vitaminen und Wuchsregulatoren. Schwefel ist an der Synthese des Blattgrüns beteiligt, gibt kräftigere Pflanzen und schönere Früchte. Thiovit ist gemäss FiBL-Hilfsstoffliste für den biologischen Landbau zugelassen.

Zu Beachten

Bewilligt für die nichtberufliche Verwendung. Hauswände nicht bespritzen (Verschmutzungsgefahr). Keine an Wassermangel leidenden Pflanzen behandeln. Nicht bei grosser Hitze (über 25 °C) oder langanhaltender Dürre oder bei übermässigem Pflanzenwachstum behandeln. Ansetzen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe tragen. Nicht mischbar mit SanoPlant Winteröl. Die Wiederverwendung der Gebinde ist verboten.
Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Verschüttete Mengen aufnehmen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Leere Gebinde gründlich gereinigt zur Kehrichtabfuhr. Entsorgung von Mittelresten bei der Gemeindesammelstelle, der Sammelstelle für Sonderabfälle oder der Verkaufsstelle. Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.

Inhalt

80 % Schwefel

Zulassungsnummer

W-7367

Verpackungsgrössen

140 g (7 Beutel à 20 g); reicht für 7–70 l Spritzbrühe

Füllmenge:
140 g (7 Beutel à 20 g); reicht für 7–70 l Spritzbrühe

Artikel-Nummer:
208141

EAN:
7640185981416

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