Februar

Der Februar ist der Schnittmonat. Jetzt werden die Obstbäume geschnitten und die Sträucher ausgelichtet. Auch ist es Zeit für den Rosenschnitt. Die ersten Schneeglöcklein und Krokusse beginnen bereits zu blühen. Wenn nötig sollte jetzt auch das Umtopfen Ihrer Pflanzen vorgenommen werden.

Bei Gehölzen aller Art, besonders aber bei wintergrünen Arten in Gefässen, wird während des Winters oft das Giessen vergessen.
Denken sie also daran: Wintergrüne Pflanzen dürfen auch im Winter nie austrocknen. Deshalb in der frostfreien Zeit immer kontrollieren, und nötigenfalls reichlich wässern. Dabei ist beim Gefäss auf einen funktionierenden Wasserabzug zu achten (Löcher im Gefässboden).
Der von der Wintertrockenheit verursachte Schaden äussert sich oft erst im April, wenn die Pflanzen nicht mehr austreiben, oder wenn wintergrüne Pflanzen verfärbte Blätter bekommen.
Auch wenn’s langsam wärmer wird, sollten Sie Ihre Rasenflächen erst betreten, wenn sie wirklich schneefrei sind. Festgetretener Schnee auf dem Rasen verhindert die Luftzirkulation und führt zu Schneeschimmel.

Wenn es die Witterung zulässt, sind Staudenbeete, Rabatten, Steingärten und diverse Flächen mit Bodendeckern fein säuberlich mit Laubrechen von dürren Trieben und Blättern zu säubern. Die Erdoberfläche leicht aufhacken und mit Komposterde überstreuen (5–8 Liter pro Quadratmeter).
Die im Spätherbst gesteckten Blumenzwiebeln für die Frühlingsblüher zeigen schon die ersten Triebe (Tulpen, Narzissen, Krokus). Mit Blumenzwiebeln bepflanzte Gefässe können an Hauseingängen oder an sonstigen hellen Standorten einen willkommenen Frühlingsblüher darstellen.
Die überwinternden Dahlienknollen im Keller teilen, fein säuberlich putzen, und die Teilstücke in Containern an einem hellen, leicht beheizten Standort antreiben. Dies ergibt später im Freien einen beachtlichen Wachstumsvorsprung.
Nicht vergessen: die defekten Gartengeräte reparieren und Motorgeräte in den Service geben. Dies erspart viel Ärger in der kommenden Gartensaison.
Rosenschnitt:
Beetrosen: Hier empfiehlt sich ein jährlicher Rückschnitt vor dem Austrieb im Frühling, wobei die fünf schönsten und kräftigsten Triebe stehen bleiben sollten. Mit drei Augen pro Trieb erfolgt ein starker Rückschnitt, mit sechs bis sieben Augen pro Trieb ein gemässigter Rückschnitt.
Kletterrosen: Bei grossblumigen Sorten, oft buschig wachsend, beschränkt man sich darauf, die Seitentriebe auf 4–5 cm zu kürzen. Lange starke Haupttriebe lässt man laufen und bindet sie auf Draht oder Stützen fest. Wenn neue, starke Triebe gewachsen sind, so sollten ältere und verholzte Triebe weggeschnitten werden.
Wichtig: Abgestorbenes Holz durchs ganze Jahr hindurch immer wegschneiden, jeweils oberhalb einer gesunden Knospe, die nach aussen zeigt.
Strauch-/Bodendeckerrosen: Brauchen nicht unbedingt einen gleichmässigen Schnitt. Die Schnittmassnahmen beschränken sich auf einen Ausgleichsschnitt, bei dem die Triebe um einen Drittel gekürzt und altes, abgestorbenes Holz herausgeschnitten wird. Bei Bedarf kann man sie alle 2–3 Jahre sehr stark zurückschneiden.
Einmalblühende Rosen schneidet man im Anschluss an die Blüte im Juli. Der Schnitt regt die Pflanze dazu an, neue Triebe auszubilden. Ein Ausgleichsschnitt ist auch hier manchmal nötig, ansonsten lässt man die Triebe laufen.
Auch wenn der Winter schon etwas wärmer wird, sollten Sie auf der Hut sein vor Frostnächten. Taucht die Temperatur markant unter den Gefrierpunkt, decken Sie Ihre Frühbeetkästen mit Noppenfolie ab. Giessen Sie Ihre Winterkulturen nur bei Trockenheit und schönem Wetter. Die Pflanzen sollten bis zum Abend wieder abtrocknen. Echter Mehltau und Fäulnis können so verhindert werden.
Sobald die Knospen des Pfirsichs zu schwellen beginnen, ist es an der Zeit, die Winterspritzung gegen die Kräuselkrankheit mit Cupromaag zu machen. Gleichzeitig kann SanoPlant Winteröl gegen überwinternde Schädlinge beigemischt werden.

Umtopfen nach Mass: Wenn die Zimmerpflanzen die Gefässdimensionen zu sprengen drohen, sollte umgetopft werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Pflanzen fein säuberlich durchzuputzen, verstaubte Blätter zu reinigen und wenn nötig an neue Halterungen aufbinden. Im Fachhandel gibt es spezielle Erde für Zimmerpflanzen zu kaufen.
Als erste Arbeit nach der Überwinterung der Kübelpflanzen steht auch hier das Umtopfen auf dem Programm. Die Pflanzen wenn nötig zurückschneiden, abgestorbene Triebe ausschneiden, auf Schädlinge kontrollieren und die nötigen Massnahmen durchführen.
Nicht allzu kleine Pflanzgefässe verwenden (ca. 5–8 cm grosse Gefässe). Auch hier gibt es im Fachhandel verschiedene Kulturerden, die bereits gedüngt zu kaufen sind. Die frischgetopften Pflanzen in einem frostfreien Raum aufstellen und nur sehr vorsichtig giessen.
Die Schädlingskontrolle sollte bei den Kübelpflanzen regelmässig erfolgen. Gegen Schildläuse hilft Aerofleur Spray gegen Schädlinge, bei Spinnmilben Spomil Spray und bei Blattläusen oder Weissen Fliegen wird Actara G gestreut.

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