Ziergarten
Im Ziergarten herrscht Winterruhe. Gegebenenfalls müssen Rosenbäumchen bei schwerem Nassschnee von ihrer Schneelast befreit werden, damit keine Triebe abbrechen.

Wenn es die Witterung zulässt, sind Staudenbeete, Rabatten, Steingärten und diverse Flächen mit Bodendeckern fein säuberlich mit Laubrechen von dürren Trieben und Blättern zu säubern. Die Erdoberfläche leicht aufhacken und mit Komposterde überstreuen (5–8 Liter pro Quadratmeter).
Die im Spätherbst gesteckten Blumenzwiebeln für die Frühlingsblüher zeigen schon die ersten Triebe (Tulpen, Narzissen, Krokus). Mit Blumenzwiebeln bepflanzte Gefässe können an Hauseingängen oder an sonstigen hellen Standorten einen willkommenen Frühlingsblüher darstellen.
Die überwinternden Dahlienknollen im Keller teilen, fein säuberlich putzen, und die Teilstücke in Containern an einem hellen, leicht beheizten Standort antreiben. Dies ergibt später im Freien einen beachtlichen Wachstumsvorsprung.
Nicht vergessen: die defekten Gartengeräte reparieren und Motorgeräte in den Service geben. Dies erspart viel Ärger in der kommenden Gartensaison.
Rosenschnitt:
Beetrosen: Hier empfiehlt sich ein jährlicher Rückschnitt vor dem Austrieb im Frühling, wobei die fünf schönsten und kräftigsten Triebe stehen bleiben sollten. Mit drei Augen pro Trieb erfolgt ein starker Rückschnitt, mit sechs bis sieben Augen pro Trieb ein gemässigter Rückschnitt.
Kletterrosen: Bei grossblumigen Sorten, oft buschig wachsend, beschränkt man sich darauf, die Seitentriebe auf 4–5 cm zu kürzen. Lange starke Haupttriebe lässt man laufen und bindet sie auf Draht oder Stützen fest. Wenn neue, starke Triebe gewachsen sind, so sollten ältere und verholzte Triebe weggeschnitten werden.
Wichtig: Abgestorbenes Holz durchs ganze Jahr hindurch immer wegschneiden, jeweils oberhalb einer gesunden Knospe, die nach aussen zeigt.
Strauch-/Bodendeckerrosen: Brauchen nicht unbedingt einen gleichmässigen Schnitt. Die Schnittmassnahmen beschränken sich auf einen Ausgleichsschnitt, bei dem die Triebe um einen Drittel gekürzt und altes, abgestorbenes Holz herausgeschnitten wird. Bei Bedarf kann man sie alle 2–3 Jahre sehr stark zurückschneiden.
Einmalblühende Rosen schneidet man im Anschluss an die Blüte im Juli. Der Schnitt regt die Pflanze dazu an, neue Triebe auszubilden. Ein Ausgleichsschnitt ist auch hier manchmal nötig, ansonsten lässt man die Triebe laufen.

Bei Sommerflor gelingt das Züchten von Sommerblumen am besten im kleinen Gewächshaus, im Frühbeet, auf dem Fensterbank oder im Wintergarten. Dazu Anzuchterde mit geringem Nährstoffgehalt verwenden. Feine Sämereien sät man in Schalen, grössere Samen direkt in kleine Plastiktöpfe. Möglichst hell platzieren bei Temperaturen von 18–20 °C.
Vorsicht bei starker Sonneneinstrahlung: gleichmässig feucht halten und wenn nötig etwas lüften. Allfälliges Pikieren kann in Multitopfplatten oder kleine Töpfe erfolgen.
Nach dem Frühlingsschnitt werden die Rosen mit Belrose Winterspritzmittel gegen überwinternde Pilzkrankheiten wie Sternrusstau, Rost und Echten Mehltau gespritzt. Der ideale Zeitpunkt ist, wenn die Knospen gut sichtbar, jedoch noch nicht aufgebrochen sind.
Richtig Rosen pflanzen. Wichtig ist es, vorgängig ein gutes Pflanzbeet mit unbelasteter, guter Landerde vorzubereiten. Wurzelnackte Rosen werden vor dem Pflanzen gut gewässert. Die Rosen sollten einige Stunden voll im Wasserbad liegen. Containerrosen ebenfalls gut wässern.
Anschliessend sollten die Rosentriebe auf ca. 20–30 cm zurück geschnitten werden. Abgestorbene Wurzeln herausschneiden und das gesamte Wurzelwerk etwas einkürzen. Dies fördert die Wurzelbildung und führt schliesslich zu einem guten Anwachsen. Die richtige Pflanztiefe ist sehr wichtig. Ein ca. 30–35 cm tiefes Loch graben, die Rose sorgfältig – ohne die Wurzeln zu knicken – eingraben. Nach dem Pflanzen muss sich die Veredelungsstelle ca. 10 cm tief in der Erde befinden. Die Rosen gut andrücken und anschliessend einwässern. Für ein späteres Nachgiessen kann ein Giessrand von Vorteil sein.

Im Steingarten erscheinen die ersten Frühlingsblüher wie Schleifenblume, Polsterflox, Blaukissen, Felsensteinkraut, Hornkraut usw. In Staudenrabatten machen sich Goldwolfsmilch, Bergenien und Gemswurz mit ihren Blüten bemerkbar. Viele Farben bringen mittelfrühe und späte Zwiebelgewächse wie Kaiserkrone, Schwertlilien oder Zierlauch in den Hausgarten.
Sommerblühende Zwiebel- und Knollengewächse jetzt pflanzen.
Rosenrabatten können durch das Ausstreuen von Deserpan Granulat mehrere Wochen unkrautfrei gehalten werden. Deserpan Granulat verhindert das Keimen der Unkräuter, ohne die Rosen zu schädigen. Sobald die jungen Rosentriebe eine Grösse von ca. 15–20cm erreicht haben, sollten diese regelmässig mit Belrose gegen Pilzkrankheiten gespritzt werden. Die vorbeugenden Spritzungen verhindern einen Befall mit Echtem Mehltau, Sternrusstau und Rost. Sobald die ersten Blattläuse die noch weichen Rosentriebe befallen, wird Belrose gegen Blattläuse, Kendo Gold, SanoPlant Bio Spritzmittel oder Perfekthion gespritzt. Als Alternative Pirox gegen Schädlinge stäuben.

Einjähriger Sommerflor ist sehr beliebt, um den Hausgarten schnell mit bunten Farben zu verschönern. Am einfachsten gelingt dies mit Zinnien, Tagetes, Salvia, Cosmea, Cleoma, Antirrhinum, Helianthus und Ageratum.
Der im Vormonat pikierte Sommerflor kann von den Multitopfplatten oder den kleinen Töpfen direkt in die vorbereitete Rabatte oder ein entsprechendes Gefäss gepflanzt werden. Wichtig bei Sommerflor: Je öfter man das Verblühte wegschneidet, desto reicher und länger hält der Flor.
Rosen: Wenn nötig neue Triebe aufbinden oder bei starkem Wachstum ausbrechen. Das regelmässige Hacken der Rosen bringt viel Luft in den Boden, die das Wurzelwerk und somit das Wachstum fördert. Fortlaufendes Ausschneiden von Verblühtem fördert die Bildung von neuen Rosenknospen.
Actara G wirkt sofort und dauerhaft gegen Blattläuse und Weisse Fliegen bei Topf- und Kübelpflanzen. Bei schwachem Austrieb jeder Pflanzenschutzbehandlung Wuxal zu geben. In Kleinrabatten und Dachgärten gegen Pilzkrankheiten Aerofleur Spray gegen Krankheiten sprühen oder Pirox gegen Pilzkrankheiten stäuben (alle 14 Tage). Grössere Rosenbeete: Während der Hauptwachstumszeit alle 10 bis 14 Tage mit Belrose gegen Pilzkrankheiten behandeln. Schädlinge wie Blattläuse, Raupen und Zikaden gleich beim Auftreten bekämpfen. Dazu eignen sich Kendo Gold, Belrose gegen Blattläuse, Pirox gegen Schädlinge oder SanoPlant Bio-Spritzmittel.

Einige Tipps für die Pflege- und Standortansprüche der Kübelpflanzen:
Licht: Für die meisten Kübelpflanzen gilt: je mehr Sonne sie erhalten, desto früher und reicher beginnen sie zu blühen. Für viele Pflanzen, deren Entwicklung von einer hohen Temperatur abhängig ist, hat sich ein Süd-Südwest-Standort mit etwas Windschutz bewährt. Direkte, starke Sonneneinstrahlung führt in den ersten paar Tagen bei nicht abgehärteten Pflanzen zu „Sonnenbrand“ (Verbrennungen an den Blättern).
Bewässerung: Im Zeitalter der Plastiktöpfe gehen viel mehr Pflanzen durch zu hohe Wassergaben ein als durch Trockenheit. Allen Pflanzenfreunden, die sich beim Giessen nicht sicher sind, soll die Erfahrung mitgegeben werden: Eine Pflanze die welkt, weil sie zu trocken hat, erholt sich nach wenigen Stunden wieder. Staunässe im Untersatz oder sonstigen Gefässen unbedingt vermeiden. Solange die Pflanzen kräftig wachsen ist ein Vergiessen fast unmöglich.
Hier eine kleine Auswahl an Kübelpflanzen für sonnige Lagen:
Argyranthemum Strauchmargerite
Agapanthus Schmucklilie
Agave
Albizia Seidenbaum
Bougainvillea
Campis Trompetenbaum
Citrus
Hibiscus
Jasmin
Lantana
Solanum
Oleander
Halbschattige bis schattige Lagen:
Fuchsia
Passiflora Passionsblume
Lorbeer
Helotropium
Dracaena Drachenbaum
Fatsia Aralie
Datura Engelstrompete
Cordyline Keulenlilie
Für Hängepflanzen:
Abutilon Schönmalve
Hedera Efeu
Lotus
Grevillea
Plumbago Bleiwurz
Lampranhus
Rosen: Schwach entwickelte Pflanzen einmal in der Woche direkt mit Wuxal Universaldünger giessen oder allen Pflanzenschutzbehandlungen zugeben.
Kleinrabatten und Dachgärten: Alle 10–14 Tage mit Pirox gegen Pilzkrankheiten stäuben oder mit Aerofleur Spray gegen Krankheiten besprühen. Wenn Schädlinge auftreten, mit Kendo Spray, Pirox gegen Schädlinge oder Aerofleur Spray gegen Schädlinge behandeln.
Grössere Rosenbeete: Von der Blütenknospenbildung an Belrose gegen Pilzkrankheiten spritzen. Bei Befall von Blattläusen eignet sich das nützlingsschonende Belrose gegen Blattläuse.
Gegen alle anderen Schädlinge Kendo Gold oder SanoPlant Bio-Spritzmittel verwenden.
Bei Spinnmilben-Befall sofort Spomil special spritzen, nach 14 Tagen wiederholen.

Auch Rosen brauchen während des Sommers gute Pflege und Aufmerksamkeit.
Entfernen Sie jeweils nach jedem Durchgang ca. einmal wöchentlich die verblühten Rosen. Schneiden sie schräg, über einem gut ausgebildeten Auge das nach aussen zeigt. Wildtriebe müssen unbedingt entfernt werden, da diese den Rosen die Kraft rauben.
Nach dem ersten Blütenflor düngen Sie die Kübelpflanzen mit Wuxal Blütenpracht nach, um die Blütenbildung anzuregen. Sollten Blattläuse oder Weisse Fliegen auftreten, kann einfach Actara G gestreut werden.
Häufig weist Oleander die typischen Verkorkungen des Oleanderkrebses (Bakterienkrankheit) auf. Schneiden Sie alle Triebe bis ans gesunde Holz zurück. Da Cupromaag einen gewissen Teil der Bakterien bekämpfen kann, sollte Oleander mit Cupromaag nach dem Schnitt gespritzt werden.

Alle Mühe und Arbeit, die das Gartenjahr mit sich bringt, ist vergessen, wenn im August der Hochsommerflor in voller Blüte steht. Da ist beispielsweise die Rabatte mit verschiedenen Blütenstauden wie Staudenphlox, Mädchenauge (Coreopsis), Helenium Hybriden oder die Gartenmargerite.
Besonders gut haltbare Schnittblumen für die Vase sind:
Achillea filipendulina | Schafgarbe | goldgelb |
Aconitum cormichaeli | Herbsteisenhut | violettblau |
Alchemilia mollis | Frauenmantel | hellgelb |
Campanula glomerata | Glockenblume | blau-weiss |
Centaurea dealbata | Flockenblume | purpurrot |
Coreopsis grandiflora | Mädchenauge | goldgelb |
Echinacea purpurea | Roter Sonnenhut | rot-weiss |
Helenium | Sonnenbraut | gelb-rot |
Heliopsis heliathoides | Sonnenauge | gelb-orange |
Leucanthemum maximum | Wiesenmargerite | weiss |
Liatris spicata | Prachtscharte | violet-weiss |
Physostegia virginana | Gelenkblume | lilarosa-weiss |
Sedum telephium | Fetthenne | rot-weiss |

An einer sonnigen Stelle in der Nähe des Hauses kommen herbstblühende Herbstzeitlosen gut zur Geltung. Zu diesen Herbstkrokussen passt übrigens die späte Blüte der Nerinen, die an besonders geschützten Stellen winterhart ist. Unbedingt in der zweiten Monatshälfte Blumenzwiebeln pflanzen. Einen sonnigen Standort wünschen Tulpen, Hyazinthen, Narzissen und Krokusse. Etwas Schatten vertragen einige Narzissenarten, Wildtulpen und Scilla.
Kein Herbst ohne Gräser. Überaus stattlich mit silberweissen Blütenfahnen ist Pampasgras. Aber man muss dieses Gras zu pflegen wissen, damit es dauerhaft bleibt. Dazu gehören grundsätzlich ein warmer, sonniger Standort ohne stauende Nässe sowie ein nährstoffreichen Boden. Auf Winterhärte darf man sich weniger verlassen. Deshalb werden die Wedel vor Winterbeginn schopfartig zusammengebunden und ev. mit Fichtenreisig umkleidet. Der Rückschnitt des Grases erfolgt erst im Frühjahr kurz vor dem Neuaustrieb.
Die Larven der Dickmaulrüssler sowie die Käfer werden in Kübelpflanzen mit Actara G bekämpft. So kann man die Pflanzen schädlingsfrei überwintern. Kontrollieren Sie die Pflanzen ebenfalls auf Spinnmilben und Schildläuse. Sonst gegebenenfalls Spomil special und Aerofleur Spray gegen Schädlinge spritzen.

Die Königin der Blumen – die Rose – macht fast das ganze Jahr über Freude. Robuste Sorten blühen beinahe bis zum ersten Schnee. Dann die Triebe bis auf Kniehöhe zurückschneiden, der Hauptschnitt erfolgt erst im Frühjahr (Busch- und Beetrosen). Kletterrosen und Hochstammrosen falls nötig mit Vlies oder Tannenreisig abdecken, wenn längere Frostperioden drohen.
Winterruhe im Ziergarten. Achten Sie darauf, dass der Nassschnee Ihre Rosenbäumchen nicht zu sehr belastet und dadurch Triebe abbrechen.
Wenn’s draussen schneit, sollten Sie immer mal wieder einen Blick auf Ihre Rosenbäumchen werfen. Die Schneelast darf nicht zu gross sein, sonst können Triebe abbrechen.

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