Gehölze
Wenn die Temperaturen steigen und der Neuschnee nass und schwer ist, sollten Hecken und Sträucher von ihrer Schneelast befreit werden. Es droht sonst Gefahr, dass einzelne Astpartien dem Druck nachgeben und abbrechen. Dies verursacht unschöne Lücken in den Hecken. Oft dauert es Jahre, bis sie wieder zugewachsen sind.

Bei Gehölzen aller Art, besonders aber bei wintergrünen Arten in Gefässen, wird während des Winters oft das Giessen vergessen.
Denken sie also daran: Wintergrüne Pflanzen dürfen auch im Winter nie austrocknen. Deshalb in der frostfreien Zeit immer kontrollieren, und nötigenfalls reichlich wässern. Dabei ist beim Gefäss auf einen funktionierenden Wasserabzug zu achten (Löcher im Gefässboden).
Der von der Wintertrockenheit verursachte Schaden äussert sich oft erst im April, wenn die Pflanzen nicht mehr austreiben, oder wenn wintergrüne Pflanzen verfärbte Blätter bekommen.
Vor dem Austrieb werden die Gehölze idealerweise geschnitten. Dies fördert einen kräftigen Austrieb. Nach dem Winterschnitt sollten Wunden, die grösser als ein Zweifrankenstück sind, mit Wundverschlusspaste bestrichen werden. Diese Massnahme fördert das Überwallen und verhindert das Eindringen von Schadpilzen.
Beim Schwellen der Knospen wird die Winterspritzung mit SanoPlant Winteröl gegen überwinternde Schädlinge wie Spinnmilben, Schild- und Blattläuse durchgeführt.

Bei früh blühenden Sträuchern geht die Blütenpracht bereits langsam dem Ende zu. Diese können nun geschnitten werden. Achten Sie bei Schnittarbeiten auf ein ausgewogenes Verhältnis von altem und jungem Holz. Damit wird der nächstjährige Flor bereits vorbestimmt.
Die ersten Apriltage sind der richtige Zeitpunkt für die Behandlung mit SanoPlant Winteröl gegen überwinternde Schädlinge bei den Gehölzen in den späteren Lagen.
Die warmen Apriltage eignen sich gut für die Frühlingsdüngung aller Gehölze mit dem Wuxal Langzeitgranulat. Das Granulat einfach auf die Erde streuen, leicht einarbeiten und die Pflanzen sind für 4 Monate mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.
Das Auflaufen von unerwünschtem Unkraut kann durch das Ausstreuen von Deserpan G verhindert werden. Deserpan G eignet sich besonders für die Unkrautbekämpfung in Gehölzrabatten oder Hecken.

Um das Aufkommen von Unkraut zu verhindern, können Gehölzrabatten oder Hecken gemulcht werden. Idealerweise wird als Mulchmaterial der anfallende Rasenschnitt verwendet. Nebst dem Eindämmen des Unkrautes verhindert das Mulchen auch das Austrocknen der Erde und hält so die Feuchtigkeit für die Pflanzen zurück. Zum Mulchen sollten jedoch keine frischen Holzschnitzel und kein Sägemehl verwendet werden. Beim Abbau dieses Materials würde dem Boden Stickstoff entzogen, der den Pflanzen dann nicht mehr zur Verfügung steht.
Ab Anfang Mai können immergrüne Hecken wie Lebensbaum, Scheinzypressen, Eiben und Buchsbaum vor dem Austrieb in Form geschnitten werden. Der nachfolgende Austrieb bedeckt dann die Schnittstellen und die Pflanzen sehen natürlicher aus.
Schwachwüchsige Kieferarten bleiben kurz und gedrungen, wenn alle jungen Triebe (Kerzen) zwischen dem 20. Mai und der ersten Junihälfte um etwa ein Drittel eingekürzt werden.
Abgeblühte Blütenstände, z.B. an Flieder, wegschneiden. Dadurch wird die Samenbildung vermieden und somit die Blütenknospen für das kommende Jahr gefördert.
Um das Anwachsen von frisch verpflanzten Sträuchern zu fördern, wird idealerweise alle 14 Tage eine Blattdüngung mit Wuxal Universaldünger vorgenommen. Gegen allfällig auftretende Schädlinge wie Blattläuse, kann Aerofleur Spray gegen Schädlinge gesprüht, oder SanoPlant Bio-Spritzmittel gespritzt werden. Bei Gehölzen in Töpfen kann auch Actara G gestreut werden, welches nicht nur gegen Blattläuse, sondern auch gegen Dickmaulrüssler wirkt.
Thuja und Wacholder (Juniperus) zur Verhinderung des Zweigsterbens (Miniermotten oder Pilzbefall) mit Insegar und Cupromaag gründlich spritzen. Gegen Blattfleckenpilze und Rost an Laubgehölzen wird idealerweise alle 2–3 Wochen vorbeugend Belrose gegen Pilzkrankheiten gespritzt.
Ab Mai müssen unbedingt die Buchsbäume auf den Buchsbaumzünsler kontrolliert werden. Den der gefrässige Schädling kann zu totalem Kahlfrass führen. Sobald die ersten Raupen festgestellt werden, sofort die Buchsbäume mit Kendo Gold oder Kendo Spray behandeln.

Im Moorbeet sind nun einige Pflegeeinsätze nötig. Je nach Art und Gattung sind diverse Rhododendren und Azaleen bereits im Mai abgeblüht. Warten Sie nicht zu lange mit dem Ausbrechen der Blütenknospen, damit die ganze Energie nicht in die Samenbildung, sondern in die Bildung der Neutriebe gesteckt werden kann. Der Zeitpunkt ist richtig, wenn die Blüten zu welken beginnen. Somit werden die seitlichen Knospen am wenigsten beschädigt. Diese entwickeln sich dann zu Blütenknospen für das kommende Jahr.
Nach der Blüte kann gedüngt werden. Wichtig ist die Verwendung von speziellem Moorbeetdünger (tiefer PH-Wert). Müssen die Rhododendren etwas zurückgeschnitten werden, ist darauf zu achten, dass der Rückschnitt nicht zu radikal erfolgt. Sonst legen die Moorbeetpflanzen für eine längere Zeit eine Blütenpause ein.
In den Sommermonaten treten häufig Raupen und Blattläuse an den verschiedensten Laubgehölzen auf. Zur Bekämpfung dieser Schädlinge kann Perfektion, SanoPlant Bio-Spritzmittel gespritzt oder Pirox gegen Schädlinge gestäubt werden. Thuja und Wacholder nochmals gegen Pilzbefall (Zweigsterben) mit Cupromaag behandeln. Gegen Ende des Monats wird Insegar gegen Miniermotten eingesetzt. Zuckerhutfichten und andere Koniferen sind bei hohen Temperaturen besonders anfällig auf Spinnmilben. Dies erkennt man nebst den braunen Nadeln auch an den feinen Gespinsten zwischen den einzelnen Nadeln. Den Befall sofort mit Spomil special bekämpfen.

Wenn im Juni laubabwerfende Hecken, wie z.B. Hainbuchen, Berberitzen etc., noch nicht geschnitten wurden, kann dies jetzt noch erfolgen. Wenn nötig kann nach dem Schnitt eine Düngung, zum Beispiel mit Wuxal Langzeitgranulat, erfolgen.
Seit Jahren taucht in Obst- und Ziergärten gelegentlich die gefährliche Bakterienkrankheit „Feuerbrand“ auf. Die Tendenz ist zunehmend.
Beim Auftreten von absterbenden Zweigen, oder vorgängig dürr werdenden Blättern, sollte man sich vergewissern, ob es sich allenfalls um Feuerbrand handeln könnte. Die Krankheit ist meldepflichtig. Auf Stadt- oder Gemeindeverwaltungen sind dementsprechende Merkblätter vorhanden und der Feuerbrandkontrolleur kann zu Rate gezogen werden.
Feuerbrandwirtspflanzen sind:
Alle Kernobstarten wie Äpfel, Birnen und Quitten.
Die am häufigsten befallenen Pflanzen unter den Zierpflanzen sind Cotoneaster, und zwar alle Arten. Oft sind diese als Bodendecker verwendete Arten am anfälligsten. Im Weiteren stehen Mehlbeerbaum, Weissdorn, Feuerdorn, Vogelbeer, Scheinquitten und Stranvesien auf der Liste. Da bis heute kein Gegenmittel zur Bekämpfung dieser gefährlichen Bakterienkrankheit vorhanden ist, muss das Einhalten der Meldepflicht unbedingt ernst genommen werden.
Ab Anfang Juli sollten Nadelgehölze, wie z.B. Föhren, mit 4 Spritzungen im Abstand von drei Wochen mit Cupromaag und Wuxal Universaldünger gegen die Föhrenschütte vorbeugend behandelt werden. Ein Neubefall durch Fichtengallenläuse kann mit Aerofleur Spray gegen Schädlinge verhindert werden. Kontrollieren Sie die Pflanzen laufend auf Spinnmilben und behandeln Sie diese gegebenenfalls mit Spomil special

Im August beschränkt sich die Gartenarbeit meistens aufs Wässern. Wenn Giessarbeiten abends ausgeführt werden, ist darauf zu achten, dass die Pflanzen noch von der Sonne abgetrocknet werden. Feuchtigkeit während warmen, schwülen Nächten ist nämlich das beste Mikroklima für verschiedene Pilzkrankheiten wie beispielsweise dem Echten Mehltau. Zugleich werden mit langanhaltender Feuchtigkeit die Schnecken aus ihren Unterschlüpfen gelockt. Streuen Sie zur Bekämpfung der Schnecken Limax special aus.

Grössere und längere Hitzeperioden sind im September eher selten zu erwarten. Deshalb ist dies die ideale Pflanzzeit für Ziergehölze aus Containern. Das Anwachsen kann also noch weitgehend dieses Jahr erfolgen, was für den Frühjahrsaustrieb von grossem Vorteil ist.
Der September ist auch der ideale Monat für die Herbstbekämpfung der Dickmaulrüssler. Bei Gehölzen in Töpfen wird am einfachsten Actara G gestreut. Das Granulat bekämpft sowohl die Käfer wie auch die Larven.

Anfallendes Laub kann in Gehölzrabatten verteilt werden. Wenn noch genügend Kompost vorhanden ist, kann dieser mit dem Laub vermischt und verteilt werden. Dies ergibt eine humusaufbauende Abdeckung, welche im Frühling die Keimung des Unkrautes eindämmt.
Werden die Rabatten oder Hecken nicht mit dem anfallenden Laub gemulcht, kann das Aufkommen des Unkrautes auch durch Ausstreuen von Deserpan G verhindert werden. Die Wirkung von Deserpan G hält den ganzen Frühling an.
Vorsicht bei frühem Schneefall, vor allem, wenn es sich um Nassschnee handelt! Achten Sie darauf, dass Ihre Hecken und Sträucher nicht von der feuchten Schneelast niedergedrückt werden. Vermeiden Sie, dass unter dem Druck Äste abbrechen und so unschöne Lücken entstehen.

Welch ein Anblick: Alle Sträucher und Hecken sind unter einer Schneehaube. Aber Vorsicht! Achten Sie darauf, dass Ihre Hecken und Sträucher nicht unter der Schneelast abbrechen und in den Hecken unschöne Lücken entstehen.

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